Interessante Lebensläufe

Von: Marc Kadel

Nach dem Abschluss der Mittleren Reife begab ich mich mit der gemeinnützigen Austauschorganisation AFS in das Land der Mitte, um dort eine fremde Kultur kennenzulernen. Zur damaligen Zeit befand sich China bereits auf dem Weg zu einer führenden Wirtschaftsmacht aufzusteigen. Ich selbst sah China als Chance, meinen eigenen Erfahrungshorizont zu erweitern und mich selbst neu zu entdecken. Als solches war mein Austauschjahr eine Erfahrung, die nicht nur meine akademische, sondern auch persönliche Laufbahn prägen sollte. Mit der Mittleren Reife hatte ich das Gefühl, mir stehe die Welt offen und so erlangte ich in den darauffolgenden drei Jahren nach meiner Rückkehr das Abitur an der Berufsbildenden Schule Landau. Aufgrund der Vorbereitung an der KARS, fiel mir der Einstieg nicht schwer und ich konnte mich schnell an den Schulalltag am Gymnasium gewöhnen.
Mit dem Wunsch Lehrer zu werden, nahm ich mein Studium an der Universität Heidelberg auf, worauf ich nach einem Jahr an die Universität Tübingen wechselte, an der ich nächstes Jahr mein Lehramtsstudium in den Fächern Deutsch, Englisch und Chinesisch absolvieren werde. In den letzten Jahren habe ich während meines Studiums die Welt bereisen und zahlreiche neue Kulturen und Menschen kennenlernen dürfen. Neben meinem Austauschjahr, trieb es mich vor einigen Jahren im Umfang eines Auslandssemesters abermals nach China, diesmal in die Hauptstadt Peking. In den letzten Jahren hat sich China unheimlich viel verändert und es bleibt für mich persönlich eines der spannendsten Reiseziele. Darüber hinaus habe ich in den Semesterferien zwei Monate auf Sansibar verbracht, um sowohl mehr über das lokale Bildungssystem als auch die Bildungsförderungen zu erfahren. Ein weiterer Höhepunkt war mein Auslandssemester in Südafrika, welches mir aufgrund eines Stipendiums der Universität Tübingen ermöglicht wurde. Dieses unglaubliche Semester voller neuer Eindrücke liegt nun hinter mir. Ich lebe davon, die Menschen und Erfahrungen meiner Reisen auf eine gewisse Art und Weise mit nach Hause nehmen zu können. Nächstes Jahr werde ich dann mein Praxissemester an einer Schule in England absolvieren, worauf ich mich schon sehr freue. Der Weg, den ich gegangen bin, steht jedem Realschüler offen. Nicht jeder braucht studieren und auch nicht jeder muss die Welt bereisen, aber etwas zu finden, für das man brennt, und die Möglichkeiten wahrzunehmen, die Welt mitzugestalten, das kann ich jedem Schüler nur ans Herz legen.
 
 

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